HELENE MEIER

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MOLDOVA PARADOXA


Die dreiteilige Arbeit ist innerhalb meines Arbeitsaufenthaltes in Chisinau, Moldawien entstanden und stellt eine Beobachtungsstudie des Rollenverhältnisses im Land dar.

In der Video-Arbeit „Moldova Paradoxa“ interessierte mich vor allem, wie gesellschaftliche Erwartungen und Vorstellungen von Frau und Mann visuell zum Ausdruck kommen. Das Verständnis davon ist in Moldavien noch sehr traditionell geprägt, was sich optisch an langen Haaren bei Frauen und Kurzhaarfrisuren bei Männern zeigt.
In der Arbeit drehe ich das visuelle, öffentliche Bild um und positioniere den Mann in die sitzende, passive Haltung. Er lässt sich von der dahinterstehenden Frau in periodischen Wiederholungen seine langen Haare flechten. Die agile Frau trägt einen weißen Überwurf mit einem traditionell-moldawischen Muster. Behutsam und sorgfältig flechtet sie ihm das Haar vor einer brüchigen Häuserkulisse, die als Symbol für die aufbrechenden Werte im Land stehen kann. Es ist ein leises Aufzeigen eines Fehlers im gesellschaftlichen Verständnis. Während der Aufnahme fanden die ersten Demonstrationen wegen des Korruptionsskandals seitens der Regierung in Chisinau statt.

Helene Meier